Klimawandel
Als Klimawandel kann man zunächst allgemein die Veränderung des Klimas im Vergleich zu einem Referenzwert bezeichnen. Eng mit dem Begriff verbunden ist dabei der Befund der „globalen Erwärmung”. Damit ist ein wissenschaftlich belegter Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit gemeint. Er ist menschengemacht und beruht insb. auf der Verbrennung großer Mengen fossiler Brennstoffe sowie nicht nachhaltiger Methoden in der Land- und Forstwirtschaft. Die Folgen des Klimawandels sind bereits heute spürbar. Sie zeigen sich u. a. in einer steigenden Intensität und Häufigkeit von Wetterextremen (Überschwemmungen, Hitzewellen, Stürme, Dürren) oder am Abschmelzen der Gletscher. Um den Klimawandel zu begrenzen, hat sich die Weltgemeinschaft 2015 in Paris darauf verständigt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur bis 2100 auf unter 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.
Die Grenze ist aktuell überschritten.
Die Grenze erkunden
In der virtuellen Ausstellung kannst du die Planetare Grenze Schritt für Schritt erkunden. Du bewegst dich durch verschiedene Räume, klickst Inhalte an und entscheidest selbst, was du dir genauer anschauen möchtest.
FAQ …
Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Planetaren Grenze Klimawandel: Worum geht es, wie wird sie gemessen, welche Folgen hat eine Überschreitung – und was können Politik und jede*r Einzelne tun?
Was beschreibt die Planetare Grenze Klimawandel?
Als Klimawandel kann man allgemein die Veränderung des Klimas im Vergleich zu einem Referenzwert bezeichnen. Eng damit verbunden ist die globale Erwärmung, also der wissenschaftlich belegte Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Der heutige Klimawandel ist menschengemacht und beruht insbesondere auf der Verbrennung großer Mengen fossiler Brennstoffe sowie nicht nachhaltigen Methoden in der Land- und Forstwirtschaft.
Wie wird die Grenze gemessen?
Um die planetare Grenze des Klimawandels zu überwachen, werden zwei Kontrollvariablen verwendet: die atmosphärische Konzentration des Treibhausgases CO₂ und der anthropogene Strahlungsantrieb. Die CO₂-Konzentration wird in parts per million, kurz ppm, angegeben. Im Holozän lag sie durchschnittlich bei etwa 280 ppm; der Grenzwert liegt bei 350 ppm. Aktuell liegt der Wert deutlich darüber. Der Strahlungsantrieb beschreibt, wie stark sich die Energiebilanz der Erde verändert. Auch hier wird der Grenzwert aktuell überschritten.
Welche Folgen hat eine Überschreitung?
Die Folgen des Klimawandels sind bereits heute weltweit spürbar. Sie zeigen sich unter anderem in einer steigenden Intensität und Häufigkeit von Wetterextremen wie Überschwemmungen, Hitzewellen, Stürmen und Dürren oder am Abschmelzen vieler Gletscher. Zugleich wirkt der Klimawandel auf andere Planetare Grenzen ein, etwa auf die Ozeanversauerung, die Süßwassersysteme und die Integrität der Biosphäre.
Welche Wechselwirkungen gibt es mit anderen Planetaren Grenzen?
Der Klimawandel ist mit nahezu allen anderen Planetaren Grenzen verbunden. Er verstärkt die Ozeanversauerung, weil die Meere große Mengen CO₂ aufnehmen. Zugleich verändert er Niederschlagsmuster, erhöht das Risiko von Dürren und Überschwemmungen und wirkt dadurch auf Süßwassersysteme, Landnutzung und die Integrität der Biosphäre ein.
Was macht die Politik?
Um den Klimawandel zu begrenzen, hat sich die Weltgemeinschaft 2015 in Paris darauf verständigt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur bis 2100 auf deutlich unter 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Politisch geht es vor allem darum, Treibhausgasemissionen zu senken, fossile Energieträger zu ersetzen, erneuerbare Energien auszubauen und Gesellschaften an bereits spürbare Klimafolgen anzupassen.
Was kann man selbst tun?
Im Alltag helfen vor allem Maßnahmen, die den eigenen Ausstoß von Treibhausgasen verringern: weniger Energie verbrauchen, klimafreundlicher heizen, öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrrad nutzen, weniger fliegen, bewusster konsumieren und auf langlebige Produkte setzen. Auch Ernährung, Strombezug und politisches Engagement haben Einfluss darauf, ob Klimaschutz wirksam umgesetzt wird.
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