Veränderung in Biogeochemischen Kreisläufen

Phosphor und Stickstoff sind chemische Elemente und wichtige Bestandteile der natürlichen Kreisläufe. Sie werden vom Menschen als Düngemittel in der Landwirtschaft zur Ertragssteigerung eingesetzt. Dies hat dazu geführt, dass deutlich größere Mengen der Stoffe als in der vorindustriellen Zeit in den natürlichen Kreisläufen zirkulieren. Damit gehen negative Folgen für die Ökosysteme einher, wie bspw. eine stärkere Eutrophierung von Gewässern. Im schlimmsten Fall führt der Sauerstoffmangel im Wasser zur Entstehung von „Todeszonen”, in denen Lebewesen nicht überleben können.

Die Grenzen sowohl für den N- als auch den P-Kreislauf sind aktuell überschritten.

Die Grenze erkunden

In der virtuellen Ausstellung kannst du die Planetare Grenze Schritt für Schritt erkunden. Du bewegst dich durch verschiedene Räume, klickst Inhalte an und entscheidest selbst, was du dir genauer anschauen möchtest.

FAQ …

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Planetaren Grenze der biogeochemischen Kreisläufe. Im Mittelpunkt stehen Stickstoff und Phosphor.

Phosphor und Stickstoff sind chemische Elemente und wichtige Bestandteile natürlicher Kreisläufe. Sie werden vom Menschen als Düngemittel in der Landwirtschaft zur Ertragssteigerung eingesetzt. Dadurch zirkulieren heute deutlich größere Mengen dieser Stoffe in den natürlichen Kreisläufen als in der vorindustriellen Zeit.

Für diese Grenze werden der Stickstoff- und der Phosphorkreislauf betrachtet. Beim Stickstoff geht es vor allem um die Menge an reaktivem Stickstoff, die durch menschliche Aktivitäten in die Umwelt gelangt. Beim Phosphor wird untersucht, wie viel Phosphor jährlich in die natürlichen Kreisläufe eingetragen wird. Beide Grenzwerte sind aktuell überschritten.

Zu große Mengen an Stickstoff und Phosphor belasten Ökosysteme. Besonders sichtbar wird dies bei der Eutrophierung von Gewässern. Dabei gelangen zu viele Nährstoffe ins Wasser, Algen vermehren sich stark, und beim Abbau der Biomasse wird Sauerstoff verbraucht. Im schlimmsten Fall entstehen „Todeszonen“, in denen Lebewesen nicht überleben können.

Die Veränderung der Stickstoff- und Phosphorkreisläufe wirkt besonders stark auf Gewässer, Böden und Ökosysteme. Zu viele Nährstoffe können die Wasserqualität verschlechtern, „Todeszonen“ in Gewässern begünstigen und die biologische Vielfalt gefährden. Gleichzeitig entstehen durch landwirtschaftliche Prozesse auch Treibhausgase, die wiederum den Klimawandel verstärken können.

Politische Maßnahmen setzen vor allem bei Landwirtschaft, Düngung und Gewässerschutz an. Dazu gehören Regeln für den Einsatz von Düngemitteln, Grenzwerte für Nährstoffeinträge, Vorgaben zum Schutz von Grundwasser und Maßnahmen zur Verringerung von Einträgen in Flüsse, Seen und Meere.

Im Alltag kann man den Druck auf Stickstoff- und Phosphorkreisläufe verringern, indem man Lebensmittel bewusster konsumiert und weniger Lebensmittel wegwirft. Auch eine stärker pflanzenbasierte Ernährung, regionale und ökologisch erzeugte Produkte sowie der Verzicht auf übermäßige Düngung im eigenen Garten können helfen.

Neun Grenzen. Neun Perspektiven auf das Erdsystem.

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